Es geht ums Kleinhalten

Um es zu konkretisieren, bei mir geht es ums Kleinhalten, bei anderen nicht unbedingt. Aber wie ich das sehe und wahrnehme, geht es bei sehr vielen Menschen ums Kleinhalten. Insbesondere bei erwachenden Menschen, die haben schätzungsweise alle dieses Thema. Aber heute geht es um mich, ich schreibe über meine Erkenntnis, die ich vorgestern hatte und die mir ganz schön durch Mark und Bein gefahren ist. Es beschäftigt mich sehr, ich muss es einfach ausdrücken.

Wo fange ich an? Am einfachsten beim Anlassfall. Vor ein paar Tagen, ich glaube letzten Donnerstag, hatte ich eine kleine Auseinandersetzung mit einem Mann, der da arbeitet, wo ich gerade wohne. Es war eigentlich nur eine kleine Auseinandersetzung, sie dauerte vielleicht zwei Minuten. Aber dieser Mann nervt mich schon seit Monaten. Er glänzt durch Inkompetenz und benimmt sich immer wieder impertinent mir gegenüber. Am Donnerstag bin ich dann kurz laut geworden und habe ihn in die Schranken gewiesen. Das war’s auch schon.

Donnerstag, Freitag und Samstag ist die Sache immer wieder durch meinen Kopf geschwirrt, Genauer gesagt nicht die Sache an sich, sondern das, was ein Aspekt von mir daraus gemacht hat. Welche Konsequenzen mein Verhalten haben konnte, was sich dieser Mann alles einfallen lassen könnte, mich weiterhin und noch stärker zu nerven. (Geradeso, als ob er nichts anderes zu tun hätte! Tatsächlich traut er sich kaum, mich anzusprechen, nicht erst seit dem besagten Vorfall.)

Szenenwechsel. Wie viele Menschen, die mich kennen oder schon länger meine Website besuchen und lesen, wissen, taucht bei mir immer wieder das Geldthema auf. Das nervt mich ja viel mehr als dieser Mann. Es nervt mich so sehr, dass es mich schon nervt, darüber zu reden oder zu schreiben. Es ist nicht immer da, aber immer wieder. Von Mal zu Mal grotesker als vorher, grotesker denn je. Ich habe nie eine zufriedenstellende Antwort von MIR zu dieser Frage bekommen, also ist das Thema ungelöst.

Szenenwechsel. Am Mittwoch vor dem besagten Donnerstag hatte ich die schockierende Erkenntnis, dass ich wohl in vielen Lebenssituationen ein Musterschüler bin, was ich am Donnerstag in dieser Mitteilung geschrieben habe. Bemerkenswert finde ich den zeitlichen Zusammenhang, das war der Tag der Auseinandersetzung. Jedenfalls war die Musterschüler-Erkenntnis der direkte Vorläufer der Kleinhalter-Erkenntnis zwei Tage später, beides schlägt in dieselbe Kerbe. surprise Der Musterschüler nervt mich, das Geldthema nervt mich, und das Kleinhalten nervt mich.

Und nun zu meiner Erkenntnis vom letzten Samstag; Es geht in meinem Leben nicht um diesen Mann bzw. darum, was mein Aspekt aus diesem Ereignis gemacht hat. Es geht auch nicht ums Geld. Es geht nicht um den Musterschüler, den ich in den letzten zehn bis 15 Jahren aus mir gemacht habe, Es geht auch nicht um andere Themen, die ich weiter unten noch erwähne. Nein, es geht darum, mich klein zu halten.
Das ist gesessen!

Leider muss ich sagen, dass das wirklich eine Erkenntnis war, es ist nämlich durchaus beschämend für mich. Dass ich das nicht schon vor gefühlten hundert Jahren gesehen habe! Mir ist nämlich schon seit etlichen Jahren bewusst, dass da ein ungemütlicher Aspekt sein Unwesen treibt.

Ich habe auch an manchen Stellen darüber geschrieben. Ich habe über den Kleinmacher geschrieben und noch ausführlicher über den Totschläger. Ein anderes Mal nannte ich ihn meinen tödlichen Aspekt. Diese scharfen Bezeichnungen kommen nicht von irgendwo, genau so habe ich diesen Aspekt gefühlt und wahrgenommen. Und natürlich kannte ich ihn schon länger, nicht erst seit ich zum ersten Mal darüber geschrieben habe.

Ich habe auch darüber geschrieben, dass es mehrere Bereiche in meinem Leben gibt, die schon vor Jahren völlig eingebrochen sind. Da ist einmal das Treiben bzw. Nicht-Treiben auf meiner Webseite. Von Anfang an war ich ja jahrelang gewohnt, dass mir viele Leute schreiben, manche davon einen Dienst bestellen und dass viele Menschen Kommentare schreiben. Das ist eingebrochen, im Grunde schon vor langem. Die Besucherzahlen sind am Anfang gestiegen und dann immerhin gleich geblieben. Sie hätten im Lauf der Jahre stark steigen müssen, denn die Qualität, die ich biete, ist konstant hoch. Sowohl inhaltlich als auch strukturell und technisch.

Direkt im Zusammenhang damit stehen meine Beziehungen, die praktisch auf Null gesunken sind, was natürlich auch nicht immer so war. Nix los auf der Webseite ergibt niedrige Einnahmen und kaum Beziehungen. Sicher, anders als nicht erleuchtete und nicht souveräne Menschen brauche ich keine Beziehungen, ich bin nicht abhängig davon. Dennoch ergeben sich ganz automatisch welche, das lässt sich normalerweise gar nicht verhindern. Das menschliche Leben auf diesem schönen Planeten hat ohne Beziehungen kaum Sinn.

Ebenfalls ergeben sich anders als früher kaum mehr erfreuliche oder günstige Gelegenheiten. Dass ich zB einem oder mehreren Menschen begegne, der/die mich völlig überraschend auf irgendeine Weise ein gutes Stück weiter bringen. Es ist irgendwie sehr viel zu einem Fast-Stillstand gekommen.

Es stimmt, ich laufe nichts und niemandem nach, das geht in der Neuen Energie sowieso nicht mehr. Ich laufe dem Geld nicht nach, ich laufe keinem Menschen nach, und ich laufe keinen Gelegenheiten nach. Das habe ich vor etlichen Jahren auch nicht gemacht, und trotzdem hatte ich viel mehr von allem. Auf Dauer drückt das meine Stimmung, die Lebensfreude leidet.

Manchmal sitze ich da, schaue mir das alles an und schüttle den Kopf. Manchmal mutet das mehr als grotesk an, sodass ich mich frage, wie es das alles geben kann. Es erscheint mir ausgesprochen unnatürlich. Wider jedes jedes Erwarten und wider jede Wahrscheinlichkeit. Bloß haben Erwartungen und Wahrscheinlichkeiten im echten Leben keinerlei Bedeutung. Das ist so ein nur-menschliches Ding.

Und nun noch einmal meine Erkenntnis von vorgestern: Es geht nicht es geht nicht um Erfolg auf meiner Website, es geht nicht um Beziehungen, und es geht nicht um Gelegenheiten. Es geht einzig und allein darum, mich klein zu halten. Und das betrifft alle Bereiche meines Lebens. Ich darf keinen wie immer gearteten Erfolg haben, ich darf kein Geld haben, ich darf keine Beziehungen haben, ich darf einfach nichts haben, was ein Mensch so braucht. Das Kleinhalten ist total.

Als ich das erkannt habe, gingen mir natürlich Lichter auf, und mir ist sofort etwas eingefallen, was mir schon mehrmals begegnet ist. Zum ersten Mal bereits im Jahr 2006 am Beginn meines Erwachens. Ich hatte damals ein Seelenchanneling gemacht, bei dem mir meine Seele etwas Bemerkenswertes aus meiner Vergangenheit erzählt hatte. Vor ca. 3.500 Jahren hatte ich in Sumerien am Hof eines Ministers des Königs Machtmissbrauch in großem Stil betrieben, bei dem viele Menschen ums Leben gekommen waren. Ich wurde dafür gehenkt und hatte mir angesichts meines Todes geschworen, so etwas nie wieder zu machen und für immer so klein zu sein, dass ich nie wieder in so eine Situation kommen konnte.

Im Sommer 2010 habe ich eine Shaumbra-Freundin getroffen, die viel gechannelt hat und der ich von der Geschichte in Sumerien erzählt habe. Sie hat sofort den toten Mann neben mir hängen gesehen und mir ein paar Details über ihn erzählt.

Später habe ich im Crimson Circle und anderen Gruppen erfahren, wie mächtig Schwüre sind und dass wir uns deren schnellstens entledigen sollten, indem wir uns selbst erklärten, dass alle Schwüre, die wir je geleistet hatten, ab sofort keine Gültigkeit hätten.

Nun habe ich aber auch erfahren, dass ich im antiken Rom, in dem ich scheinbar mehrmals inkarniert war, auch ein mächtiger und einflussreicher Patrizier (das waren Adelige) war. Das passte für mich nicht zu dem Schwur ca. 1.500 Jahre davor.

Jedenfalls ging mir das Gerede von den Schwüren langsam auf die Nerven, also habe ich es immer weniger ernst genommen. Zumal ich nach ein paar Jahren bemerkt habe, dass ich mir nun sehr wohl erlaubte, gut zu leben, nicht wie 2010, als ich mir das nicht erlaubt hatte.

Das Problem für mich bei der ganzen Sache war, dass alles, was ich zu diesem Thema gehört hatte, Informationen von außen waren. Ich hatte das alles nicht selbst erkannt und erfahren, andere hatten es mir erzählt. Die Quellen waren und sind zwar vertrauenswürdig für mich, aber letztlich gibt es nur eine einzige vertrauenswürdige Quelle, nämlich MICH. Beispielsweise erinnere ich mich selbst an einzelne Ausschnitte späterer Inkarnationen, das ist unumstößlich vertrauenswürdig. (Meine Lehren beispielsweise basieren ausschließlich auf gesicherten Erkenntnissen, auf echtem Wissen der Ebene 4. Da gibt es nichts Vermutetes, Angenommenes oder Geglaubtes.)

Also bin ich gestern spazieren gegangen und habe mir vergegenwärtigt, was ich über mein Kleinhalten mit Sicherheit weiß. Es gibt da einen Aspekt, vielleicht auch mehrere, der/die nichts unversucht lässt/lassen um mich klein zu halten und mich nicht leben zu lassen. Im Blitztempo bin ich alle Erfahrungen der letzten 15 Jahre durchgegangen, es hat alles zusammengepasst. Der Einfachheit halber bin ich bei einem Aspekt geblieben, den ich dann Kleinhalter nannte. So nehme ich das wahr, es geht nicht ums Kleinmachen sondern ums Kleinhalten. Das Kleinhalten betrifft jeden Teil meines menschlichen Lebens. Es ist so durchgängig und konsequent, dass es sich um einen Schwur handeln könnte. Aber das weiß ich nicht mit Sicherheit.

Nun stand natürlich die Frage da, was ich jetzt tun sollte, denn ich will ja nicht bis ans Ende meiner Tage in Kleinheit leben, eher im Gegenteil. Es ist natürlich absoluter Unsinn, gegen ihn anzugehen. Ebenso Unsinn ist es, die Sache irgendwie zu bearbeiten. Und da ist mir eingefallen, dass das Wichtigste bereits getan ist: mir ist dieser Aspekt jetzt wirklich bewusst. (Wie viele Klienten haben genau diese Aussage schon von mir gehört?) Wenn mir etwas bewusst ist, kann ich mich schon hinsetzen, die Beine hoch lagern und mich entspannen. Der Rest passiert ganz einfach.

Darüber hinaus kann ich Kleinigkeiten tun, wenn mir die Wirkungsweise und die Wirksamkeit des Aspekts auffallen. ZB sein ewiges Geplapper mit „Papperlapapp“ zu kommentieren anstatt auf dieses Geplapper einzusteigen und es somit ernst zu nehmen.

Dazu möchte ich noch einmal, nicht zum ersten Mal, etwas zur Arbeitsweise von Aspekten sagen. Aspekte sind keine beseelten Wesen, sie können nichts erschaffen. Manche Menschen glauben das nämlich. Was sie tun können und auch ausgiebig tun, ist, dem Menschen, dem beseelten Wesen, etwas ins Ohr zu flüstern bzw. den Menschen mitunter auch anzuschreien. Nachdem sie das 24/7 tun, glaubt der Mensch irgendwann diesen Unsinn und wird schöpferisch tätig. Nur der Mensch kann etwas erschaffen.

Ein Aspekt arbeitet in deinem Auftrag. Irgendwann hast du deine Aspekte erschaffen und ihnen gesagt, was sie tun sollen. Das machen sie dann ewig. Es gibt kein Ziel erreicht oder Aufgabe erledigt. Wenn ich schon bettelarm bin und keinen Cent mehr habe, arbeitet der Aspekt einfach weiter und sagt mir zB, dass ich niemals Geld haben werde. Wenn ich das glaube, bin ich im Arsch.

Aspekte arbeiten ewig, oder bis sie ihrer Aufgabe enthoben werden, indem ich sie integriere. Dann wird aus ihnen wieder neutrale Energie. Ich habe gestern zunächst die Arbeit des Kleinhalters anerkannt, denn die ist wirklich gewaltig, und ihn in Pension geschickt. Ich habe zu ihm gesagt: „Du hast wirklich lange Zeit unermüdlich gearbeitet. Jetzt ist deine Arbeit nicht mehr nötig, du kannst in Pension gehen.“ Ob das reicht, werde ich bald sehen.


Nun aber zu der wesentlichen Frage, warum ich das Kleinmachen nicht viel früher erkannt habe. Ich war mir ja dieses grauslichen Aspekts bewusst, schon lange. Ich habe gesehen, wie er mir auf die Pelle rückt und mich unermüdlich runter macht. Die Antwort ist wirklich zu dumm. Ich habe dieses Spiel immer mit dem finanziellen Mangel in Verbindung gebracht! Den habe ich nämlich bemerkt, und zwar zu aller erst. Plötzlich scheinbar aus heiterem Himmel kein Geld mehr zu haben ist echt unlustig, da wird einem die Grundlage jeglichen Lebens entzogen. Fehlende Beziehungen sind da vergleichsweise harmlos. Unerfreulich, aber nicht unmittelbar lebensbedrohlich.

Also habe ich mich immer wieder dem Thema Geld zugewandt und mich gefragt, warum es immer wieder passiert, dass der Geldfluss versiegt. Wie ich schon geschrieben habe, habe ich darauf nie eine brauchbare Antwort bekommen. In manchen Zeiten war das so stark, dass ich den halben Tag an Geld gedacht habe. Jedenfalls war ich jahrelang gedanklich sehr viel mit Geld beschäftigt. Dass das das genaue Gegenteil bewirkt, weiß ich schon seit gefühlten Jahrhunderten.

Das Absurde daran ist, dass ich schon seit 2012 mehrmals die Erkenntnis hatte, dass ich gar kein Geldthema habe. Ich hatte zwar oft kein Geld, doch ich erkannte mehrmals, dass mein Thema nicht Geld war. Ich wusste nicht, was mein Thema war, aber ich wusste in diesen Situationen, dass es nicht Geld war, auch wenn ich gerade keines hatte. Seit vorgestern weiß ich, dass es immer ums Kleinhalten gegangen ist. Jetzt sind auch keine Fragen mehr offen, jetzt ist alles klar.

Schließlich schreibe ich noch darüber, wie es gekommen ist, dass ich nicht immer klein war. Ich hatte ja Phasen mit Geld und Beziehungen und Gelegenheiten und vielen Klienten uvm. Und da ist mir etwas aufgefallen. Immer, wenn ich abgelenkt war, gab es Zeiten der Erholung, Ich meine damit positive Ablenkungen im Sinne von Zerstreuung, nicht im Sinne von abgelenkt von mir selbst, von wichtigen und wesentlichen Dingen. Abgelenkt zB durch viele Klienten, oder durch besonders liebe Menschen, oder durch – mein Lieblingsbeispiel – meine eigene Kreativität. Da sticht besonders die Zeit hervor, als ich das kleine Einmaleins geschrieben habe. Davor war ich blank wie nur was, während des Schreibens und danach ist das Geld monatelang nur so gesprudelt, und Kontakte und Beziehungen und Gelegenheiten usw.

Das ist auch völlig klar. Wenn ich abgelenkt bin, höre ich nicht, dass mir der dämliche Aspekt etwas erzählt und schon gar nicht was. Mein Verstand ist nur mit meiner Schöpfung beschäftigt, und nicht nur der. Da kann die Seele wieder in Ruhe sich um alles andere kümmern.

Nun, heute ging es nur um mich, das war wichtig. Eingangs habe ich gesagt, dass praktisch alle Erwachenden ein Thema damit haben. Vielleicht hast du in meinem heutigen Beitrag einen Katalysator gefunden, der dich etwas in dir entdecken lässt.

Kommentare

Du Wunderbares, ich danke dir, für deinen Mut, deine Liebe, deine Integrationsgabe. Wer auf dieser schönen Erde wandelt, kennt das, es kann gar nicht anders sein, denn die Absicht zu inkarnieren isr bereits der Ausgangspunkt. Man will helfen bedeutet ja auch man glaubt, daß Hilfe nötig sei, also geschieht es.
Dir meinen tiefsten Respekt für all deine Liebe