Hoffnungslos

Die Energie der Hoffnung haben wir nicht immer gehabt, seit wir als beseelte Wesen auf der Erde sind. In Atlantis vielleicht, da und dort. In Atlantis waren wir bewusste Schöpfer, die mit Energie ausgiebig gespielt haben. Wir waren daran interessiert, mit Energie zu spielen und zu lernen, wie Energie funktioniert. Von einem Wesen namens Gott hatten wir keine Ahnung

Davor in Lemurien definitiv nicht. Da war uns bewusst, wer wir waren und woher wir gekommen waren. Welchen Sinn sollte Hoffnung da haben? Gar keinen. Wir übten lange, lange Zeit, innerhalb eines biologischen Körpers zu überleben. Zunächst noch nicht innerhalb eines menschlichen Körpers.

Nach dem Untergang von Atlantis lebten wir angeblich für lange Zeit unter der Erdoberfläche. Ich sage angeblich, weil das Information aus zweiter Hand ist und ich das mit meinem Gefühl weder verifizieren noch falsifizieren kann. Ich war nämlich zu dieser Zeit nicht auf der Erde inkarniert. Erst danach, als wir wieder die Erdoberfläche besiedelten, wird es wieder heller für mich, dafür habe ich wieder ein Gefühl. Wir hatten fast den Tiefpunkt des Bewusstseins, den dichtesten Punkt des Bewusstseins, erreicht und hatten im Grunde keine Ahnung von irgendwas. Schon gar nicht davon, wer wir eigentlich waren, woher wir kamen und wohin wir gingen.

Das war vor ca. 6.000 Jahren. In Relation zur Geschichte beseelter Wesen auf der Erde erst vor eher kurzer Zeit. In dieser Dichte, in dieser Aussichtslosigkeit entwickelten wir Hoffnung. Die Hoffnung brachte uns dazu, durchzuhalten und uns selbst nicht aufzugeben. Das war und ist noch immer der Sinn von Hoffnung. Für spirituelle Kinder.

In jener Zeit vor ca. 6.000 Jahren erfanden wir auch Gott. Wenn wir Menschen schon zu blöd waren, irgendetwas über uns selbst zu wissen, dann sollte es zumindest ein höheres Wesen geben, das alles über uns und die Welt wusste. Gott und Hoffnung, ein gutes Gespann, um uns am Laufen zu halten, um uns nicht aufzugeben.

Das alte Reich in Ägypten, das im Süden lag, über das die Menschheit nichts weiß, was mehr als 6.000 Jahre zurückliegt, schien plötzlich dagewesen zu sein, aus dem Nichts. Ohne Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte. Dabei wurde es zu einer Hochkultur, die erste Hochkultur der Antike. Und es hatte Götter und Hohepriester. Die Zeit vor über 6.000 Jahren liegt wirklich im Dunkeln, weil das Bewusstsein der Menschen im Dunkeln lag. Gott und Hoffnung hatten Hochkonjunktur.

Die Hoffnung wurde zur Triebfeder alles Alten. Ja, wenn nicht für alles Alte, dann zumindest doch für einen großen und bedeutenden Teil. Für Wünsche zB. Was soll denn ein Wunsch, wenn man nicht die Hoffnung hat, dass er in Erfüllung geht? Da wäre schon ein Bewusstsein von Atlantis oder noch besser von Lemurien nötig, um nicht zu hoffen, wodurch gar kein Wunsch entstehen würde. Aber in diese Wünsche mischt sich stark der Verstand ein, mangels einer anderen Instanz wie Gefühl zB. Der Verstand macht die Wünsche dann so real, dass man sie fast angreifen kann. Aber eben nur fast, kaum öffnet der Mensch die Augen auch nur einen kleinen Spalt weit, steht nur die enttäuschte Illusion vor ihm, was dann wieder zu Frustration führt.

Das Wünschen entspringt also der Hoffnung. Stell es dir nur vor! Der Mensch ist getrennt von sich selbst und am dichtesten Punkt des Bewusstseins. Da hofft er, dass es eine höher Macht gibt, die führt und lenkt und die alles weiß und alles kann. Er selbst kann es ja nicht sein, er ist nur blind und ohnmächtig.

Aber jetzt ist jetzt, dieser dichteste Punkt liegt lange hinter uns. Mittlerweile ist das Bewusstsein so hell und durchlässig, wie es das noch nie war, seit es beseelte Wesen auf der Erde gibt. Aber weil das, was relativ kurze Zeit hinter uns liegt, stark präsent ist, hoffen Menschen noch immer. Lemurien und Atlantis zusammen, das sind etliche zigtausend Jahre, Jahrtausende. Im Vergleich dazu sind die letzten 6.000 Jahre ein kurzer Zeitraum. 6.000 Jahre Hoffnung, das ist mehr als genug..

In dieselbe Kategorie wie Wünschen fallen nach etwas streben und sich nach etwas sehnen. Alles das richtet sich auf etwas, das nicht ist (nicht da ist). Ziemlich kindlich, nicht wahr? Und das alles wird im Lauf der Zeit zu einer Haltung, zu einer Grundeinstellung. Und für diese Haltung und Grundeinstellung ist – wieder einmal – der Mensch selbst verantwortlich, sonst nichts und niemand. Und wieder einmal verweigert der Mensch diese Verantwortung. Er lebt nach dem Motto: „Ich hoffe ja eh schon so viel und sehne mir den Tag X so sehr herbei. Aber es passiert nicht!“ Ganz einfach weil Hoffnung kein Werkzeug für einen Schöpfer ist, sie ist eine Krücke für einen Blinden.

Ein spirituell erwachsener Mensch hofft nicht, wünscht sich nichts, strebt nichts an und sehnt sich nach nichts. Er weiß, was ist und was nicht, er weiß, was er will und was nicht. Er weiß, was er fühlt (spürt) und was nicht. Er trifft bewusste Entscheidungen und wählt, was er will. Und wenn er es gerade nicht weiß, gibt er auf und lässt sich von seiner Göttlichkeit überraschen in dem Wissen, dass seine Göttlichkeit nie etwas tut, was nicht zu seinem Wohl ist.

Er ist hoffnungslos, und das ist eine wirklich gute Nachricht. Nur spirituelle Kinder hoffen und wünschen, nur sie beziehen sich immer wieder auf etwas, das nicht ist.

Wie Tobias vor langer Zeit einmal gesagt hat: „Jetzt stehst du da, planlos, ziellos, wunschlos und hoffnungslos.“ Oder wie Kuthumi vor ebenso langer Zeit einmal gesagt hat: „Auf dem Weg zum Aufstieg habe ich alles verloren.“ Nämlich auch Wunsch und Hoffnung.